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Kulinarische Entdeckungen in der Brigittenau

Unter den Wiener Bezirken ist die Brigittenau in vieler Hinsicht ein noch wenig entdecktes Juwel. Umso köstlicher sind die Überraschungen, die Fein­schmecker an so mancher versteckten Ecke erleben können.

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Exklusiv & extravagant: Mraz & Sohn

Seit mittlerweile zwei Jahrzehnten betreibt Markus Mraz in absoluter Understatement-Umgebung am stillen Ende der Wallensteinstraße eines der besten und spannendsten Restaurants der Stadt. Denn von außen würde man hier, weitab der City, keinesfalls einen absoluten Top-Gourmettempel vermuten, der in dieser Form vielleicht in L.A., New York oder London zu erwarten ist, aber kaum an dieser unauffälligen Ecke Wiens.

Der schlichte äußere Eindruck täuscht allerdings, denn hier hat bereits Prominenz wie Madonna gespeist, und der gestrenge Guide Michelin hat das Mraz & Sohn mit gleich zwei der begehrten Michelin-Sterne prämiert. Natürlich nicht ohne Grund, denn was hier in minimalistisch-reduziertem Designerambiente ohne viel Chi-Chi auf den Tisch kommt, verdient schlichtweg das Prädikat „sensationell“. Eine Speisekarte im klassischen Sinn existiert nicht, stattdessen wird ein Menü zum gehobenen Fixpreis serviert, das in atemberaubender Weise mit österreichischen Traditionen spielt und sie auf ungemein kreative Weise in kulinarische Klein­kunstwerke verwandelt, wie sie andernorts kaum zu finden sind.

Das kann beispielsweise ein heimisches Reh sein, das sich mit karamellisierter Kokossauce und Kokos-Kochsalat in neue exotische Höhen aufschwingt, oder ein in Apfelmelasse marinierter Lammrücken oder auch eine schlichte Keramik-Fliese, auf der oberösterreichischer Störkaviar auf einigen Sauerrahm­klecksen serviert und zum Menü-Auftakt abgeleckt wird. Dass Markus Mraz eigentlich nicht Koch, sondern Künstler werden wollte, ist in der gesamten Restaurant­linie und Küchen­philosophie spürbar – und seit ihm Sohn Lukas Mraz (der sich u. a. in der legendären Berliner „Cordobar“ als Junger Wilder einen Namen machte) seit einigen Jahren zur Seite steht, sind die Kreationen sogar noch einen Tick gewagter geworden. Übrigens: Auch der sensationelle Weinkeller und der Käsewagen lohnen einen Besuch!

Mraz & Sohn, Wallensteinstraße 59, 1200 Wien,
www.mrazundsohn.at

Bildrechte: Mraz & Sohn

Echt & urig: Gasthaus Kopp

Wie muss ein urtypisches Wiener Gasthaus sein? Möglicherweise genau so wie das weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannte Gasthaus Kopp, das bereits seit drei Generationen in der Engerthstraße zu Hause ist. Das Ambiente, genauso wie die Gäste, ist nicht chic, aber authentisch, das legendäre Schnitzel ist riesig, köstlich und günstig und der obligate Erdäpfelsalat dazu (den man keineswegs Kartoffelsalat nennen sollte!) schmeckt ganz so wie einst aus Omas Küche. Deshalb sind hier selbstverständlich auch die typischen Altwiener Spezialitäten wie Tafelspitz, Zwiebelrostbraten und Fiakergulasch in allerbester Qualität zu Hause – und spätestens beim exzellenten Kaiserschmarrn zum Dessert oder bei einem entspannten, kühlen Bier im kleinen Gastgarten weiß man, warum im Gasthaus Kopp als echte Bezirks-Institution die Uhren noch in einer ganz anderen, wunderbar nostalgischen Zeit stehen geblieben sind.

Gasthaus Kopp, Engerthstrasse 104, 1200 Wien
www.gasthaus-kopp.at

Bildrechte: Gasthaus Kopp

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Hip & trendy: Wohnküche

Ein ehemaliges altes Wirtsstüberl in der Traunfelsgasse haben Andreas Brunner und Corinna Huber vor einigen Jahren zu einem absoluten Hipster-Geheimtipp in der Brigittenau hochgekocht: Ihre trendig möblierte kleine Wohnküche bietet eine ständig wechselnde Karte, in der österreichische mit internationalen Einflüssen mal wild mal brav zusammenstoßen – immer originell, immer köstlich und (fast) immer unter den In-People und Feinschmeckern des Bezirks ausreserviert!

Wohnküche, Traunfelsgasse 1, 1200 Wien
www.wohnküche.at

Bildrechte: Wohnküche